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Synaptic Shadows - Moonbow

[Werbung|Rezensionsexemplar]

Meine Eindrücke zu Synaptic Shadows - Moonbow von Juliet May & Vinachia Burke:

Buchige Fakten:

Titel: Synaptic Shadows - Moonbow (Band 1)

Geschrieben von: Juliet May & Vinachia Burke

Erschienen bei: WunderZeilen Verlag

Erscheinungsdatum: 25.09.2025

Seitenzahl: 450

Handlung:

In einer nicht allzu fernen Zukunft sorgen Tech-Begabte dafür, dass die Welt ein besserer Ort für die Gesellschaft ist - zumindest glaubt Alexym fest daran. Als Holographie-Begabter ist er nichts Besonderes, aber für seine Familie und das Wohl der Gesellschaft versucht er alles zu geben. Die Chance, an einer der besten Schulen für Begabte in Seoul zu studieren, ist für ihn eine Möglichkeit, die Aufmerksamkeit eines großen Konzerns auf sich zu ziehen.

Wenn Jin etwas nicht gebrauchen kann, dann ist es Aufmerksamkeit. Er hasst die Konzernnationen und die sie beherrschenden Megakonzerne - allen voran Trelomi. Trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten entwickelt sich zwischen Alexym und Jin eine Freundschaft, die alles verändern könnte. Doch Trelomi sieht alles und entscheidet, welche Wahrheit du glauben musst.

Schreibstil:

Ab und zu bin ich über manche Formulierungen oder Sätze gestolpert, aber bei einem Buch mit über 400 Seiten waren diese Momente verschwindend gering. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte mir diese technisch so fortgeschrittene Welt dank der detaillierten Beschreibungen sehr gut vorstellen.

Charaktere:

Alexym (Lex) war mir sofort sympathisch. Seine etwas unsichere Art und sein Pflichtbewusstsein haben mich so an mich selbst erinnert, dass es teilweise etwas gruselig wurde. Bis auf ein einziges Mal konnte ich alle seine Handlungen nachvollziehen.

Er hat ein Herz aus Gold und ist ein wahrer Ruhepol. Trotzdem sehnt er sich nach etwas Abenteuer - zum Glück für ihn ist das genau Jins Spezialität.


Juliano (Jin) ging mir zu Beginn ein wenig auf die Nerven und ich denke, dass das auch gewollt ist. Er ist herrisch, aufdringlich, störrisch und sprunghaft. Nach und nach blickt man aber hinter die Fassade und erkennt, dass sein Verhalten nur dazu dient, sich selbst zu schützen. Er ist es gewohnt, einsam zu sein und wenn Menschen sich ihm nähern, dann nur um einen Vorteil aus ihm zu schlagen. Ich kann es ihm also nicht verdenken, dass er sich diese Persona aufgebaut hat. Im Verlauf der Geschichte hat er mich regelmäßig zum Schmunzeln gebracht. Am meisten überrascht hat mich Jin gegen Ende der Geschichte - er hatte von Anfang an Recht und ist die Stimme der Vernunft.


Speckdose ist meiner Meinung nach der wichtigste Charakter überhaupt. Ein technisch modifizierter Kater, an den man einen Toaster oder andere “antike” Technik anschließen kann? Absolut overpowered, wenn ihr mich fragt!

Ich liebe jede einzelne Szene, in der der etwas speckige Kater vorkommt, denn wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass er davon überzeugt ist, der eigentliche Hauptcharakter zu sein. Zurecht!

Weltaufbau:

Ich habe noch nie von einer Welt gelesen, die unserer so ähnlich ist, und doch so völlig anders ist. Tech-Begabte haben verschiedene Fähigkeiten, mit denen sie die Gesellschaft voranbringen können. Indem sie Nanobots steuern, können sie Holographien erschaffen, medizinische Eingriffe optimieren oder die Luft filtern. Die Begabten werden in verschiedene Kategorien unterteilt, die ihr Fähigkeitspotential widerspiegeln. Je seltener oder stärker ausgeprägt eine Begabung ist, desto unerbittlicher kämpfen die Megakonzerne darum, sie in ihrem Einflussgebiet zu halten. Im Laufe der Zeit wurden die Konzerne so immer mächtiger und anstelle von Ländergrenzen wurden die Konzernnationen geschaffen. Die Regierungen sind nur noch Marionetten der Megakonzerne und das komplette Leben wird von diesen kontrolliert. Je besser der Social Score ist, desto wertvoller ist man für die Gesellschaft. Punkte bekommt man beispielsweise für Gesetzestreue und Freundlichkeit. Abzüge gibt es bereits bei den kleinsten Vergehen und ein geringer Score kann dafür sorgen, dass man keine medizinische Betreuung mehr erhält, bzw. allgemein von der Gesellschaft ausgeschlossen wird.

Gestaltung:

Das Cover und der Farbschnitt spiegeln die Persönlichkeiten der Hauptcharaktere wider und der Untertitel Moonbow hat eine ganz besondere Bedeutung. Als ich an der Stelle im Buch war, die den Untertitel erklärt, bin ich tatsächlich etwas emotional geworden.

Es werden verschiedene Tech-Begriffe genutzt, welche aber zwischen den Kapiteln und in einem Glossar nochmal extra erklärt werden.

Fazit:

Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die so originell ist und mich vom ersten Kapitel an alles hat hinterfragen lassen. In jeder einzelnen Handlung habe ich versucht, Hinweise zu finden, nur um dann völlig zu “glitchen”. Alexyms Entwicklung hat mich dermaßen überrascht, dass ich immer noch sprachlos bin und Jins Vergangenheit und die Verwicklungen der Megakonzerne darin hat mich vor Wut schreien lassen.

Ich empfehle dieses Buch jeder Person (ab 14 Jahren), die es sich nicht nehmen lässt, die bestehende Weltordnung zu hinterfragen und sich eine bessere Welt für alle wünscht.


Für Synaptic Shadows - Moonbow vergebe ich die GOLDENE MOTTE.



 
 
 

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